„It was fantastic!“– Die Australian Dolphins zu Gast beim DSW12
06/08/2026
Bericht der Eventkoordination
Mit diesen Worten verabschiedete sich das Team der Australian Dolphins vom DSW12 Darmstadt, bevor das Gros des Teams in den Airliner zum Flughafen stieg und sich auf die Weiterreise zu den Commonwealth Games in Glasgow machte.
Insgesamt reisten 59 Athletinnen und Athleten an – darunter 39 olympische und 20 Para-Schwimmerinnen und -Schwimmer sowie ein 43-köpfiges Trainer- und Betreuerteam in den verschiedensten Funktionen hatten sich 10 Tage lang an die Europäische Zeit gewöhnt und den letzten Schliff für den Wettkampf geholt.
Von der ersten Idee bis zum fertigen Konzept
Im September des Vorjahres hatten die Australier verschiedene Örtlichkeiten in Europa besucht, um sich vor Ort von deren Eignung als Stätte für ihr „Staging Camp“ zu überzeugen. Nachdem dieser Erstkontakt mit der federführenden DSW Schwimmabteilung überraschend im Sande verlaufen war, übernahm der DSW-Vorsitzende Thomas Kipp die Initiative und führte die Verhandlungen bis zum Jahresende erfolgreich zu einer verbindlichen Vereinbarung mit dem australischen Verband. Dafür musste die Nutzung des Nordbades und die Unterstützung durch die Badleitung geklärt und eine Vereinbarung mit dem Welcome Hotel geschlossen werden (Achtung: hungrige Schwimmer; Einrichtung und Unterhaltungsmöglichkeiten für einen Teamraum) sowie ein geeignetes Fitnessstudio gefunden werden (Fitness First hatte gerade einige Darmstädter Studios übernommen, die Landschaft war im Umbruch). Dazu wurden Ideen für die Flughafentransfers und den Transport vor Ort gesucht. Von großem Vorteil ist das vereinseigene DSW-SLZ, über das wir weitgehend selbst verfügen können.
Die Detailplanung beginnt
Ab Anfang 2026 ging die Planung in die Detailphase. Gemeinsam mit der australischen Delegation wurden zahlreiche organisatorische Fragen abgestimmt und die erforderliche Infrastruktur vorbereitet. Dazu gehörten unter anderem die Bereitstellung von Spinning Bikes direkt am 50m Becken des Nordbads, Whiteboards und die Bereitstellung elektronischer Zeitmessung, die Organisation geeigneter Räumlichkeiten und eines Caterings für einen Teamabend des Betreuungsteams sowie die Koordination von Mietfahrzeugen und der Nutzung eines Reformer-Pilates-Studios.
Vier Wochen vor dem Trainingslager fand die nationale Qualifikation der Australier statt. Jetzt konnten die gewünschten Bettenzahlen und die Vorauszahlungsrechnung mit dem Welcome Hotel final abgestimmt werden.
In den letzten Wochen vor der Anreise wurden schließlich noch zahlreiche organisatorische Details geklärt – von den Möglichkeiten zum Wäscheservice und der medizinischen Versorgung mit Ansprechpartnern vor Ort bis hin zur Bereitstellung von Zelten als Schattenspender für die Trainerinnen und Trainer im DSW Freibad.
Der erste Eindruck: Erwartungen übertroffen
An den beiden ersten Tagen traf ein großer Teil des Betreuerteams ein. Die Trainingsstätten und der geplante Ablauf vor Ort wurden zweimal innerhalb einer Tour durch die Anlage vorgestellt. Jeder Betreuer betrachtete die Gegebenheiten durch die eigene Brille gemäß der eigenen speziellen Aufgabe. Alle Fragen, die dabei auftraten, konnten zur vollsten Zufriedenheit beantwortet werden. Schon beim ersten Eintreffen in den Trainingsstätten im Bürgerpark machte das Team große Augen, die Bedingungen übertrafen die hohen Erwartungen. Im Gespräch mit der obersten Mannschaftsleitung wurde deutlich, mit welch großen Zielen und Druck die Dolphins nach Europa gereist waren. Es galt bei den Commonwealth Games einen herausragenden Platz im Medaillenspiegel einzunehmen, in der Sportart Schwimmen und damit auch in der Gesamtwertung aller Sportarten.
Weltstars ganz nah – professionell und bodenständig
Die ersten beiden Trainingstage dienten dann der Erholung von den Reisestrapazen, der Eingewöhnung in die neue Umgebung und der Anpassung an die Europäische Zeit. Wir lernten ein hochprofessionelles Team kennen, das zu allen Gastgebern stets freundlich und immer offen war für eine kurzes Gespräch. Sicher eine große Bereicherung für alle, die die verschiedenen Möglichkeiten nutzen, in nächster Nähe dabei zu sein. Trotz ihres Weltklasse-Status präsentierten sich die Australian Dolphins ausgesprochen bodenständig und unkompliziert. Besonders im Freibad wurde deutlich, dass auch internationale Spitzensportler ihren Trainingsalltag ganz selbstverständlich leben: Nach der Einheit folgte die kalte Dusche, anschließend eine kurze Erholungsphase auf der Tribüne, bevor es zum nächsten Programmpunkt ging. Ab dem dritten Tag ging es dann „in die Vollen“ und die Form wurde auf den unmittelbar bevorstehenden Saisonhöhepunkt in Glasgow zugespitzt.
Public Viewing, Autogramme und Swim Clinic
Der Samstag, 18.07., war als Medientag geplant. Gemeinsam wurde ein Programm entwickelt, das im Detail leider erst kurzfristig bekannt gegeben werden konnte. Dennoch war die Veranstaltung sehr gut, nahe an der Kapazitätsgrenze, besucht. Das Vormittagstraining war öffentlich und viele Zuschauer nutzten die Gelegenheit, von der Nordbadtribüne aus zuzusehen und Fotos zu machen. Bei der Autogrammstunde bildete sich im Freibadbereich eine lange Schlange. Auch hier nahmen sich die Dolphins viel Zeit für den persönlichen Austausch mit jedem Einzelnen. Immer wieder wechselte die Besetzung am Autogrammtisch, sodass die Autogrammjäger sich erneut anstellten. Zum persönlichen Austausch einschließlich Selfies standen etliche Schwimmsuperstars zwanglos im Nordbad am Beckenrand zur Verfügung.
Ein weiteres Highlight des Tages war die „Swim Clinic“. Mit diesem besonderen Angebot schufen die Australian Dolphins die Möglichkeit für einen direkten Austausch mit dem schwimmsportlichen Nachwuchs. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wurden im Vorfeld Anmeldelisten erstellt. Das Interesse war jedoch so groß, dass die ursprünglich vorgesehene Teilnehmerzahl auf Wunsch aller Beteiligten erweitert wurde.
An fünf Stationen im Hallenbad vermittelten die australischen Coaches den Kindern und Jugendlichen praktische Tipps, gaben Einblicke in ihren Trainingsalltag und beantworteten zahlreiche Fragen. Die beteiligten Trainerinnen und Trainer unterstützten die Clinic als Dolmetscher, damit sich die überwiegend unter 13-jährigen Teilnehmenden bestmöglich mit den australischen Gästen austauschen konnten.
Auf ausdrücklichen Wunsch der Australian Dolphins wurden möglichst viele Para-Schwimmerinnen und Para-Schwimmer eingeladen. Einige von ihnen nahmen dafür weite Anreisen auf sich – unter anderem aus Berlin, darunter auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Paralympischen Spiele. Die weiteste Anreise hatte sogar eine Teilnehmerin aus Schottland. Für die jungen Sportlerinnen und Sportler war die Swim Clinic ein unvergessliches Erlebnis. Gleichzeitig bot sie auch den hospitierenden Trainerinnen und Trainern wertvolle Impulse. Bereits während der Veranstaltung wurde deutlich, dass dieses Format großes Potenzial besitzt und künftig auch bei Trainingslagern internationaler Spitzenmannschaften in Deutschland umgesetzt werden könnte.
Gold Cap Event
Im Anschluss an die Swim Clinic ging es für die Australian Dolphins direkt zum traditionellen Gold Cap Event. Diesmal fand es in der Centralstation statt. In feierlichem Rahmen erhielten die Athletinnen und Athleten ihre offiziellen Gold Caps als Symbol ihrer Nominierung für die bevorstehenden Commonwealth Games. Gleichzeitig wurden die neu ins Nationalteam aufgenommenen Sportlerinnen und Sportler offiziell willkommen geheißen und erhielten ihre Dolphin Pin Nummer.
Neben einem festlichen Buffet bot die Veranstaltung einen Rückblick auf die Geschichte und Erfolge der Australian Dolphins sowie einen Ausblick auf die kommenden Wettkämpfe. Das Gold Cap Event ist ausschließlich den Mitgliedern des australischen Teams vorbehalten. Einige Helferinnen und Helfer des DSW hatten jedoch die besondere Ehre an dieser exklusiven Veranstaltung teilzunehmen und einen Einblick in diese traditionsreiche Teamzeremonie zu erhalten.
Kleine Begegnungen, große Erinnerungen
Neben dem Sport entstanden viele persönliche Begegnungen. Die australischen Gäste zeigten sich neugierig auf Darmstadt und Deutschland. Sie fragten nach guten Cafés, traditionellen Gerichten und besonderen Orten in der Umgebung.
Dass die Dolphins Kaffee lieben, war nicht nur auf ihren Social-Media-Kanälen zu sehen. Auch deutsche Spezialitäten wurden begeistert ausprobiert – unter anderem durfte natürlich auch die berühmte Frankfurter Grüne Soße nicht fehlen.
Besonders beeindruckend war die Herzlichkeit auf beiden Seiten. Viele Umarmungen zur Begrüßung und zum Abschied sowie zahlreiche Dankesworte begleiteten die Abreise. Mehrfach betonten die Mitglieder des Betreuungsteams, dass dies eines der besten Staging Camps ihrer bisherigen Erfahrung gewesen sei – aufgrund der hervorragenden Ausstattung, der professionellen Organisation und vor allem wegen der Menschen, die dieses Camp möglich gemacht haben.
Nachsatz: Rekordergebnis der Australischen Mannschaft
Bei den Common Wealth Games erreichten die Dolphins mit 37 Gold, 16 Silber und 23 Bronzemedaillen ihr bestes Ergebnis aller Zeiten.

Danke für eure Unterstützung!
Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nur gemeinsam stemmen. Deshalb gilt unser ganz besonderer Dank allen Helferinnen und Helfern, die uns im Vorfeld und während des gesamten Aufenthalts der Gäste mit großem Engagement unterstützt haben.
Ebenso möchten wir uns bei allen Vereinsmitgliedern und den Mietern im DSW Freibad bedanken, die Verständnis für die notwendigen Einschränkungen im regulären Trainingsbetrieb gezeigt haben. Während des Camps mussten Trainingszeiten angepasst und Wasserflächen zeitweise exklusiv für die australische Nationalmannschaft bereitgestellt werden. Viele Gruppen reagierten darauf äußerst flexibel. Besonders hervorheben möchten wir unsere Triathletinnen und Triathleten, die kurzerhand ihre Trainingseinheiten in den Woog verlegten und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Camps leisteten. Diese Bereitschaft zeigt eindrucksvoll den besonderen Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins.
Unser großer Dank geht an die Helfer des DSW und die beteiligten Firmen:
Vom DSW:
Alexander Egger (Beckenaufsicht und Ansprechpartner SLZ vormittags)
Palina Otten (Koordination Fitness First)
Anke Gunder, Lutz Gunder (Empfang und Abholung am Flughafen)
Beate Richter, Fabio Lanucara, Felix Albers, Florian Müller, Hannah Plücker, Jakob Knoblauch, Jakob Werner, Jan Landzettel, Klaus Schäfer, Milena Auer, Mila Kleinert, Martin Schmidt, Petra Sorns, Sandra Honig, Sandra Siebert, Sokrates Frutos Tzouvaras, Sophia Herbsthoff (zusätzlich Leitung Reinigung Kraftraum, Bereitstellung Helfershirts), Theodor Heuberger, Youssef Omran, Maren Beermann (Einlasskontrolle Nordbad)
Lothar Rößling (Fotos Meet and Greet und Erstellung Willkommensbanner)
Michael Schreiber (Fotos und Bereitstellung Badekappen)
Franziska Gimbel (interne Raumbuchung, Koordination Helferaufruf)
Daniel Zambori, Christine Eden, Boris Schmidt, Bernd Koine (Auf- und Abbau SLZ)
Folkemina Sauer, Finn Sauer, Thomas Knibbe, Jan Sibbersen (Abholung Getränke Hassia & Luisen)
Jannika Kipp (Abholung DieDrucker)
Stefan Langanke (elektronische Zeitmessung)
Gert Blumenstock, Kirstin Krämer (Medientag mit Public Viewing und Swim Clinic, Einlasskontrolle)
Thomas Waberseck, Frank Kratzenstein, Maxim Oprea, Nico Sprunck (Helfer Gold Cap Event)
Winfried Krauth (Organisation Zelt, Getränke)
Carola Zimmerling (Material Freibad)
Von der DSG und den Darmstädter Bädern:
Martin Westermann, Tim Fritsch, Christian Schrot, Flo Schneider, Ines Göhl und das gesamte Kassenteam sowie allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Darmstädter Bäder, die uns vor Ort tatkräftig unterstützt haben.
Ein besonderer Dank gilt Nick Nassim (stellvertretende Badleitung) für sein unermüdliches Engagement und die flexible Zusammenarbeit, die den reibungslosen Ablauf in den Schwimmbädern ermöglicht hat.

Weitere Partner, die zum Erfolg des Staging Camps beigetragen haben:
Jürgen Plößer, Tim Reimann, Matthias Meuer (Fahrer Airliner)
Andre Schulz, Jan Wilde und das gesamte Team des Welcome Hotels
Till Ott (Fitness First)
Milena Meixner ((re)formyou Pilates Studio)
Agnes Allig und Christiane John (Stadtmarketing Darmstadt)
Otmar Kraft, Stefan (Centralstation Darmstadt – Gold Cap Event)
Sascha Baumgart, Melanie Schulze (Catering Centralstation)
Goce Risteski und das Serviceteam von Grohe (Betreuerteam Event)
Dr. Frank Wagner (Mediziner)
WVD (Verleih Zelte)
Christine Marquard (Darmstädter Privatbrauerei)
Philipp Meurer (Hassia&Luisen)
Thomas Kipp und Carla Kipp (Projektleitung und Eventkoordination )
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