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Sportbetrieb ruht wieder ab 02.11.2020

Erneuter Lockdown – für den Vereinssport jedenfalls „total“

Seit die Traglufthalle im September wieder geöffnet wurde, war das Schwimmen im Rahmen unseres Hygienekonzeptes fast normal möglich, viel normaler jedenfalls als in der Sommersaison im Freibad. Auch bei ansteigenden Infektionszahlen waren wir sicher, dass unser Bad kein Hotspot ist, und kein Grund bestehen könnte, das Schwimmen wieder einzuschränken, zumindest nicht für die Vereine.

Dann ging alles doch sehr schnell. Ohne Vorwarnung und Diskussion wurden im Rahmen genereller Kontakteinschränkungen sportliche Aktivitäten deutschlandweit wieder verboten. Ob diese Maßnahmen “alternativlos” sind können wir derzeit nicht einschätzen. Erst einmal ist das Unverständnis und die Enttäuschung bei den allermeisten aktiven Sportlern, egal ob der Leistung oder Fitness verschrieben, groß. Einigen Profisportlern beim Geldverdienen zusehen oder selbst maximal zu zweit in der dunklen Jahreszeit durch den Wald zu joggen, sind kein Ersatz für das Schwimmen und viele sind für den Sport auf das Wasser angewiesen.

Ein halbes Jahr war Zeit für die Politik, vorbeugend zu handeln und Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Welle vorzubereiten und zu diskutieren. Hätte dabei nicht mehr herauskommen müssen, auch für den organisierten Sport ?

Diesmal gibt es wenigstens kritische Stimmen und Plädoyers für den Sport, einige besonders aussagekräftige aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellen wir hier zum Lesen bereit. Darin wird alles gesagt zum unverzichtbaren Beitrag des Sports in unserer Gesellschaft und den Schäden, die aus dem Lockdown resultieren. Sie sind größer, als der Verzicht auf Sport zur Pandemiebekämpfung positives beitragen kann.

Die Stellungnahmen des DOSB und des LSB Hessen lauten ähnlich. Leider setzen diese Verbände sich öffentlich nicht konsequent für den Sport und die Vereine ein. Es geht den Vereinen nicht um finanzielle Hilfen, die wenigsten benötigen diese, solange die Mitglieder ihnen treu bleiben. Das wird hoffentlich auch beim zweiten Lockdown so sein. Benötigt wird die Perspektive, möglichst schnell wieder mit dem Betrieb starten zu dürfen. Ohne dann den nächsten Lockdown erwarten zu müssen.

Thomas Kipp

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